Workflow Management

Ziel des hier beschriebenen Vorhabens ist die Entwicklung eines web- und dienstebasierten Verfahrens zur Verwaltung komplexer Prozessketten aus der Datenverarbeitung. Mit Hilfe solcher Workflowmanagementsysteme lassen sich beliebige Prozesse unterschiedlichster Herkunft (also z.B. Bibliotheken auf der der Basis von C++, Java, Skripte, entfernte Prozeduren, etc.) in einem Workflow (Prozesskette) zusammenschließen. Diese jeweils durch Eingangs-/ Ergebnisdaten und zugehörige Zustände definierten Prozesse sollen bei Bedarf bzw. je nach Zustand durch den Nutzer gesteuert werden können. Die Daten und die Steuerung werden über eine webbasierte Schnittstelle sichtbar gemacht, unterschiedliche Zustände in der Abarbeitung des Workflows sind jederzeit abruf- und nachvollziehbar. Gleichzeitig können unterschiedliche Parameterkonfigurationen der Prozesse zum Einsatz kommen, der Nutzer kann damit entsprechende Abarbeitungen in z.B. Modellläufen variieren. .

Für die Umsetzung soll die Prozesssteuerung auf einem Serversystem mittels eines webbasierten Zugangs ermöglicht werden. Zum Einsatz wird betriebssystemseitig eine Linux Umgebung mit Apache Webserver Umgebung und einem integrierten Taverna Server zum Einsatz kommen. Alle geplanten Komponenten sind Open Source Software (OSS), so dass die spätere Verwertung auf auch Servern des Kunden möglich ist. Auch ein späterer Einsatz in sog. Docker-Umgebungen für den Cluster- oder Rechenzentrumseinsatz wird technisch vorgesehen. Damit werden auch aktuelle,  cloudbasierte Rechnerarchitekturen unterstützt. Ein Workflow setzt sich aus vielen unterschiedlichen Teilprozessen zusammen.

Die einzelnen Prozesse sollen auf dem den Taverna Server definiert und ausgeführt werden. Im Rahmen des Vorhabens ist geplant, diese Teilprozesse über eine webbasierte Schnittstelle zu steuern. Dafür ist ein interaktives Client-Framework (z.B. Angular JS in Verbindung von Open Layers bei Grafik-/Kartenausgaben) zu entwickeln. Die einzelnen Prozesse sollen auch über sog. WPS- Dienste (Web Processing Service) über klassische Servergrenzen hinweg gekoppelt werden können (diensteorientierte Architektur – SOA serviceoriented architecture).

Zur Beschreibung der verbundenen Dienste ist  eine einfache, erweiterbare Schnittstelle auf Basis von  XML zu entwickeln.

Die Realisierung des Systems für den Produktivbetrieb ist bis Juli 2018 geplant.

Ansprechpartner: Josef Weckmüller

Das Projekt wird mit Unterstützung der Thüringer Aufbaubank realisiert.